WHEW 100 – Ein neuer Ultralauf im Bergischen Land

Zwei Regionen, sieben Städte, eine Strecke!

Das Bergische Land grenzt im Norden an das Ruhrgebiet. Als Wiege der Industriekultur verlaufen hier zwischen allen Ortschaften kleine Bahntrassen, auf denen früher bis in die kleinsten Ecken Waren und Rohstoffe transportiert wurden. Viele dieser Bahnen fahren nicht mehr. Aber die Trassen gibt es noch, und die meisten sind zu Wander- und Radwegen umgebaut. So führt auch die Strecke des WHEW100 durch 7 Städte, über jene alten Bahntrassen und entlang der Ruhr:

Wuppertal – Sprockhövel – Hattingen – Essen – Heiligenhaus – Velbert – Wülfrath – Wuppertal.

Bereits Anfang April fand ein neuer Ultralauf im Bergischen Land und im Ruhrgebiet seine Premiere – der WHEW 100.

Startnummernausgabe am VortagDie Buchstaben im ersten Teil des Namens stehen dabei für die Anfangsbuchstaben der markanten zu durchlaufenden Städte, die Zahl für die Distanz.
Auf insgesamt 100 Kilometern (durch einige Baustellen und Umleitungen auf der Strecke waren es wohl mehr) ging es auf ehemaligen Bahntrassen, die mittlerweile zu Panorama-Radwegen umgebaut wurden, quer durch die Region.

Ein Lauf, den Lauffreund Jörg für sich sofort ins Auge gefasst hatte, um dort seinen nächsten Ultra in Angriff zu nehmen.
Insbesondere die Tatsache, dass man die Distanz sowohl als Einzel-Läufer, sowie als Run&Bike (jeweils ein Läufer und ein Radfahrer wechseln sich ab) und als Staffel (entweder für 2er, oder 4er Teams) zurücklegen kann, machten dieses Rennen interessant.
Und dass ich in der Region geboren und aufgewachsen bin und die Strecke an einigen Orten vorbei führte, die ich noch sehr gut aus Kindertagen kannte, machte die Veranstaltung zu einem echten Heimspiel!

Jörg glücklich und zufrieden im ZielAlso tauschte ich meine Trail-Schlappen gegen die Straßen-Hokas und wir gingen als 2er Team (jeweils 50 Kilometer) an den Start.
Ziel war: Spaß haben, finishen und den Lauf als langen Trainingslauf mitnehmen. Und dieses ging prima auf.
Inklusive dem altbekannten großen „Hallo“ mit vielen Bekannten, denn solch eine Premiere ließen sich zahlreiche Ultraläufer aus der Region natürlich nicht entgehen.

Und so war es dann auch, abgesehen von meinem ziemlich unrunden Zieleinlauf wegen eines Krampfes 50 Meter vor der Ziel-Linie (die Rumrennerei auf Asphalt bin ich halt einfach überhaupt nicht mehr gewohnt) eine absolut runde Sache!

Man spürte auf jedem Streckenmeter (und ganz besonders an den Verpflegungspunkten) wieviel Herzblut und persönliches Engagement in die Veranstaltung gesteckt wurde, um hier etwas Neues entstehen zu lassen.

By the way: am Ende standen allein für die zweiten 50 Kilometer rund 520 positive Höhenmeter auf meiner Uhr. Nicht schlecht für eine Strecke, die der Veranstalter als durchweg „flach“ bezeichnet.
Da ich aber wie gesagt die Ecke sehr gut kenne, war das zumindest für mich an diesem Tag keine Überraschung 😉

Für die SammlungInsgesamt ist der WHEW 100 eine klare Empfehlung wert!
Die Veranstaltung hat großes Potenzial, um sich in der Region einen Namen als Straßen-Ultralauf zu machen.
Ich bin sehr gespannt, wie sich das Ganze in den nächsten Jahren entwickeln wird und drücke dafür Guido und seinem Team ganz fest die Daumen!

Und noch einmal einen herzlichen Glückwunsch an Jörg für das Ultra-Finish!

 

 

 

 

10 Gedanken zu “WHEW 100 – Ein neuer Ultralauf im Bergischen Land

  1. Hi Tom,

    schöne Story 🙂 Trifft es gut. Danke für das umgesetzte Staffel-Duo 🙂 Sorry, dass Du etwas länger als gedacht am B See warten musstest …

    Das nächste Mal rocken wir wieder als „The Arthrose Trailshredders“ !!

    • Hey Jörg,
      vielen Dank! Es hat mir riesigen Spaß gemacht!
      Wann laufen wir den nächsten Ultra zusammen? 🙂
      Viele Grüße Tom

        • Hi Jörg,
          herzlichen Dank. Ich denke 58/2000 sind mir für Sonntag ein bißchen happig. Es geht nun schon bald nach Transylvanien und ein bißchen Ruhe muss ich meinem Körper auch mal gönnen 😉
          Zur Biel-Alternative lockt noch immer die Zugspitze!
          Ich ruf dich die Woche mal an… LG

  2. Hi Tom,
    toller Bericht, das macht direkt Lust auf eine Teilnahme, obwohl ich ja auch bergige Strecken bevorzuge 🙂
    Gruß Trailmaxe

    • Hi, danke dir. Ja ich bin auch froh, wenn es jetzt bald wieder „bergiger“ und vor allem „trailiger“ wird 😉

  3. Die detaillierten Berichte über die anderen Läufe haben mir besser gefallen. Sie waren für einen Außenstehenden „griffiger“ und anschaulicher 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *