Trailmagazin Revierguide Ruhrgebiet

Der Revierguide des Trailmagazin ist mittlerweile eine feste Instanz in der deutschen Trailrunning-Landschaft geworden. Hierbei werden in regelmäßigen Abständen die besten Trailrunning Reviere der Republik unter die Laufsohle genommen.
Das Konzept ist immer gleich: Lokale Guides suchen die schönsten Strecken heraus, die dann mit dem Chefredakteur und Herausgeber Denis Wischniewski abgestimmt werden. Dank Sozialen Netzwerken, Print, Internet und Co finden sich dann pro Veranstaltung schon mal bis zu 150 trailwütige Teilnehmer ein, die dann von den Guides über die Pisten geführt werden.

So stelt man sich den Ausblick von einer Halde im Kohlenpott vorPünktlich zum 25. Event machte der Revierguide nun seinem Namen endlich alle Ehre und kehrte mit den „Revierguide Ruhrgebiet“ nach Hause zurück… Ins „echte“ Revier!

Tief im Westen? Da wo die Sonne verstaubt?
Dort gibt es Trails?

Na klar!

Da ich hier wohne und unter anderem auf den von mir veranstalteten Gemeinschaftsläufen immer wieder Gäste von außerhalb habe, kenne ich diese Frage nur zu gut.
Genau so die erstaunten Blicke der Trailrunner, die plötzlich merken wie grün es hier ist und wieviele Höhenmeter man hier sammeln kann!

Und den Teilnehmern des Revierguide Ruhrgebiet wurde dann tatsächlich auch „Pott vom Feinsten“ geboten.

Blick über das halbe RuhrgebietLos ging es zunächst am Samstag in Dortmund.
Chefguide Jens Meyer und seine Truppe hatten Trails in Dortmund herausgesucht.
Das Wetter spielte prima mit und so konnten die ersten Kilometer auf unterschiedlichen Strecken gerockt werden. Leider war es mir hier noch nicht möglich dabei zu sein, aber eine kleine Gruppe wollte abends noch einen drauf legen, um die Halden rund um die Zeche Ewald zu rocken.
Hier stieg ich mit in das Geschehen ein. Nach einem heftigen Wolkenbruch, hatte der Wettergott ein Einsehen und wir kamen trocken die Halden hoch und wieder runter. Katja und Marcus hatten uns als abendliche Guides Haldenspaß pur serviert, inklusive einer gefühlt endlos langen Himmelsleiter in Form ekeliger Treppen und eines etwas diesigen Ausblicks auf das umgebende Ruhrgebiet und die Cranger Kirmes.

Am Sonntag ging es dann auch für mich endlich richtig los.

Es wird Nacht im Revier - Foto Fred ToplakDer zweite Chefguide Carsten Brake hatte für die Region Essen im Vorfeld Trails oberhalb des Baldeneysees erkundet.
Bei dem ein oder anderen Trainingsläufchen waren wir diese auch schon Abschnittsweise mit allen Guides zusammen abgelaufen, so dass am Sonntag gleich mehrere Varianten für die Teilnehmer zur Verfügung standen.
Angefangen bei einer knackig kurzen Runde bis hin zur langen Runde im schnellen, oder lockeren Tempo waren die Laufgruppen schnell gefunden.
Sanne und ich übernahmen die lockere lange Runde mit 23 Kilometern und ca. 800 Höhenmetern. Wir groovten uns auf ein gutes gemeinsames Wohlfühltempo für alle ein und der Trailgott war uns ebenfalls wohlgesonnen:
Bestes Trailwetter, also 15 Grad und Dauerregen verwandelten die Pisten teilweise in echte Leckerbissen!

Zumindest immer dann, wenn es über rasante Mountainbike Downhills, oder durch Riesenpfützen ging…
Ich sag nur: Ein Trailrun ohne einen krassen Wipeout ist kein Trailrun! Und: wer braucht schon trockene Füße?!

Da geht's lang!Nach ca. 10 Kilometern wurde ein VP der Extraklasse geboten, bei dem wirklich kein Wunsch unerfüllt blieb.
Mit frischem Obst, Kuchen, Riegeln, Gels, Getränken aller Art und noch viel mehr Leckereien wurden die Speicher für die zweite Hälfte der Strecke ordentlich aufgefüllt.
So ging es frisch gestärkt durch den Stadtwald, vorbei an der Villa Hügel und letztendlich zurück zum Start, wo wir nur 20 Minuten nach der „schnellen“ Gruppe alle zusammen mit einem breiten Grinsen im Gesicht wieder einliefen.

Genau dieser Spirit in der Gemeinschaft macht Gruppenläufe wir diesen so wertvoll! Das war einfach nur geil, oder?

Das war der Revierguide RuhrgebietIn einer nahe gelegenen Gastronomie ließen wir den Tag dann im Trockenen (ja es regnete noch immer) gemeinsam bei einem Bierchen ausklingen und sehr schnell wurden Pläne für ein Revival (auch außerhalb der Revierguide-Serie) geschmiedet.
Das hatte sich bereits auf der Strecke angedeutet…

Also eines ist sicher: Die Region in und um Essen mit ihren Ruhrhöhen hat noch viel mehr Trails zu bieten und sicherlich wird es in den nächsten Monaten hier noch das ein oder andere gemeinsame Gruppenläufchen geben!
Wer also Lust und Zeit hat, schaut doch ab und zu mal auf meinem Blog vorbei, ich werde die Termine hier posten!

Und jetzt geht’s erst einmal zum Gore-Tex Transalpine Run!

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