Durch das Reintal auf die Zugspitze

Bereits Ende August nahmen sich Sportsfreund Peter und ich eine Auszeit, um ein paar Tage durch das Zugspitz-Massiv zu wandern. Einfach mal draußen sein und die Natur erleben. Nicht zu viel Gepäck und übernachten „dort wo es sich ergibt“ war die Devise. Und wenn wir dann noch Lust und Laune haben, vielleicht auch gleich den neuen Zugspitz-Berglauf mitnehmen, der jetzt „Zugspitz Trailrun Challenge“ heißt, vom Trail Magazin mitveranstaltet wird und zu dem sich genau aus diesem Grunde auch schon die „üblichen Verdächtigen“ im Vorfeld angekündigt hatten.

Das klingt nach echtem Abenteuer, Berge, Freiheit… und genau so war es auch!

Teil 1: „Die lange“ Tour durchs Reintal: Wunderschön und nonstop!

PartnachklammWir reisen am Vortag an und übernachten in einem kleinen einfachen Gasthof oberhalb von Garmisch-Partenkirchen.
Am nächsten Morgen geht es schon früh aus den Federn.
Jedoch nicht, ohne ein ausgiebiges Frühstück – und hier haben wir zum ersten mal Glück.
Die Gaststube ist gemütlich und das Buffet reichhaltig. Wir stärken uns und laden alle Speicher auf. Das werden wir heute auch noch benötigen, denn wir planen den langen und wunderschönen Aufstieg durch das Reintal bis zum Gipfel, nonstop.

Eigentlich sagt man, dass die Tour eine Zweitages-Tour sei, da man eine der legendären Übernachtungen auf der Reintalangerhütte, oder der Knorrhütte mitnehmen muss. Abgesehen davon, dass beide Hütten schon zu dieser Jahreszeit über Wochen im Voraus ausgebucht sind, wollen wir aber die ganze Tour. Mehr Kilometer, mehr Höhenmeter, mehr Berg!

ReintalMit dem Wetter haben wir großes Glück, abgesehen von etwas Morgennebel ist es nicht zu warm und nicht zu kalt. Ab und zu kommt auch die Sonne raus.

Und so starten wir ganz klassisch mit dem Einstieg durch die tosende Klamm und passieren nach einiger Zeit die Bockhütte.

Wer die Route kennt weiß: Spätestens ab dort ist man so richtig in der Natur und in einem der schönsten Täler der Bayrischen Alpen.

Wir genießen jeden Kilometer, mal im Laufschritt, mal wandernd. Wir machen viele Fotos.

An der Reintalangerhütte machen wir eine kurze Pause, jedoch ohne Einkehr. Die bewahren wir uns für die Knorrhütte auf und diese erreichen wir auch genau rechtzeitig, denn der Wind frischt auf und Wolkenfetzen ziehen an uns vorbei.

Wir genießen eine kräftige Stärkung und als wir uns auf dem Weg machen, begrüßt uns wieder die Sonne mit einem milden Herbstlächeln. Genau die richtigen Verhältnisse für die nun folgende Etappe über das Platt, hinauf zum Gipfel.

An der KnorrhütteAuch wenn dieses Stück sich zieht, genießen wir alles.
Hin und wieder sehen wir bereits das Schneefernerhaus, das nun unaufhaltsam näher kommt.

Wir bekommen schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf den Zugspitz-Berglauf, dessen Route von Ehrwald kommt und ab der Knorrhütte auf unseren Weg eingefädelt ist.

Wegmarkierungen für das anstehende Rennen weisen uns schon jetzt den Weg und bald befinden wir uns im letzten Steilstück.

Sicherlich das schwierigste Stück, auf Grund der vielen losen Steine. Im Schotter geht es zwei Schritte vor und einen zurück, doch bald lassen wir auch diesen Abschnitt hinter uns und erreichen die Drahtseilversicherung.

Kurz vor dem GipfelWir genießen jetzt immer mehr die Aussicht und erreichen unser heutiges Tagesziel – den Zugspitzgipfel bei allerbestem Wetter!

Die Stimmung ist herzlich, dass Essen üppig und lecker,
unser Schlafquartier jedoch sehr eng, recht voll und saukalt.

Das tut unserer Stimmung aber keinen Abbruch:
Das war ein klasse Tag, mal sehen was der morgige bringt…

Fortsetzung folgt,
im nächsten Teil geht es durchs Höllental…

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