German Death Race

Bereits im Jahr 2014 hatte „Soulrunner“ Marco Losch, Organisator des „Hagen Hills Trailrun“, die Idee ein „kleines, aber gemeines“ Trailrennen ins Leben zu rufen.
Angelehnt an den Barkley Marathon sollte es nicht das Ziel sein, möglichst viele glückliche Finisher im Ziel zu begrüßen, sondern es den Teilnehmern möglichst hart machen, überhaupt durchzukommen.
Ich fand diese Idee vom ersten Tag an so klasse, dass ich in beiden Jahren auf der Startliste stand. Jedoch konnte Marco dieses Rennen aus persönlichen Gründen nicht umsetzen.
Ich bin Marco sehr dankbar, dass er mir die Möglichkeit gegeben hat, diese Idee in seinem Sinne „weiter zu spinnen“ und von nun an mit Leben zu füllen.

Tom Dörner (Race Organisator)

In der offizielle Ausschreibung liest sich das dann so:

Das German Death Race ist einer dieser kleinen Einladungs-Ultraläufe.
Dennoch ist hier fast alles anders.
Keine üppige Verpflegung. Kein betüddeln der Läufer. Kein kümmern, kein Support.
Das Ding ist bretthart und hat nicht zum Ziel, möglichst vielen glücklichen Finishern im Ziel eine Medaille umzuhängen.
Du bist völlig auf dich allein gestellt und kämpfst allein um dein Überleben, also lies dir bitte vor deiner Anmeldung als erstes genau durch, worum es hier geht:

Die Fakten:
Es handelt sich um einen 24 Stunden Trail-Lauf auf einem Rundkurs. Der Kurs verfügt über reichlich Höhenmeter und zu dieser Jahreszeit wird es sehr rutschig und glatt. Richte dich auf Matsch und Schnee ein und auch darauf, den ein oder anderen Anstieg “auf allen Vieren” hochzukrabeln. Damit dir nicht kalt wird, hast du nach beenden einer Runde genau 60 Minuten Zeit, die nächste Runde zu beenden, sonst wirst du aus dem Rennen genommen. Die Streckenlänge beträgt ca. 4 Kilometer. So ist sicher gestellt, dass jeder Teilnehmer zumindest einen Ultramarathon absolviert.

Alles was du für deine Versorgung benötigst, trägst du neben der vorgeschriebenen Pflichtausrüstung bei dir, aber als erfahrener Ultraläufer kennst du den Begriff “Eigenautonomie” ohnehin bestens. Wir stellen dir lediglich kaltes Wasser bereit. Wenn es richtig kalt wird, vielleicht an und ab auch mal warmes, aber das können und wollen wir dir nicht garantieren.

Start und Ziel befinden sich mitten im Wald. Erst wenige Tage vor der Veranstaltung erhältst du den finalen GPS-Track. Nach dem Briefing gehen wir gemeinsam zum Start und du hast keine Möglichkeit ein Dropbag, Zelt, Stuhl etc. zu deponieren. Auf der Strecke orientierst du mit GPS-Gerät und/oder Karte, es wird 1-2 Kontrollpunkte geben, damit du nicht abkürzt. In der Nacht ist die Strecke nicht beleuchtet. Nach beenden jeder Runde siehst du zwar Menschen, aber die kontrollieren nur, ob du die gesamte Strecke gelaufen und im Zeitlimit für die aktuelle Runde bist. Helfen wird dir niemand, auch nicht bei Rennaufgabe. Das Verlassen der Strecke wird als Rennaufgabe gewertet und Hilfe von außerhalb ist verboten.

Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten und du finisht dieses Rennen, warten nach deiner Rückkehr am Race-Headquarter eine heiße Dusche, unendlicher Ruhm und Ehre, ein krasses Finisher-Textil und ein Erinnerungspräsent auf dich. Für alle Teilnehmer gibt es am Ende der Veranstaltung eine Winter-BBQ-Party!

1. German Death Race 2015

So weit so gut!
Am Ende stellten sich 16 wagemutige Läuferinnen und Läufer der Herausforderung bei der gelungenen Premiere 2015.
Davon konnten (bei viel zu milden Temperaturen) 10 Läufer den Status „Survivor“ (mindestens 15 absolvierte Runden) erreichen.
Gerade einmal ein (!) Läufer hat es geschafft, die gesamten 24 Stunden über im Rennen zu bleiben und offiziell zu finishen!

Auch wenn der Name des Rennens ein wenig martialisch anmutet: Alle Läufer haben gesund und unverletzt das Ziel erreicht. Und dennoch ist das Rennen genau die Art von Herausforderung geworden, die es werden wollte!
Man darf also gespannt sein, wie es in 2016 weitergeht!

Alle Informationen zum Rennen findet ihr hier:

Ergebnisse 2015
Fotos 2015
News und Berichte
Ausschreibung