2. Mammut Swiss Irontrail – (Teil 1)

Beyond the Limit and Absolute alpine!

Diese Überschrift entsteht, wenn Mammut und Tuffli Events sich entschließen einen ganz besonderen Wettkampf in den Schweizer Bergen ins Leben zu rufen: Den Swiss Irontrail.

Swiss Irontrail 2013

Nach der misslungenen Premiere auf Grund des Wetterchaos im letzten Jahr, waren die Erwartungen hoch. Noch höher war meine Vorfreude auf vier Tage Berge, Berge und nochmals Berge in den wundervollen Schweizer Alpen.

Zum Einen war ich sehr neugierig auf die Events: Wie würde das Rennen auf den vier unterschiedlichen Streckenlängen zwischen 48 und 201 Kilometern organisiert sein?
Zum Anderen war ich überglücklich: Schließlich wurde ich als einer von wenigen Teilnehmern direkt von Mammut eingeladen, an diesem Abenteuer teilzunehmen – inklusive Einkleidung in den neuesten Trailrunning Stuff von Mammut und vielversprechendem Rahmenprogramm!

Donnerstag:
Bereits früh morgens steige ich in den Flieger in Düsseldorf. Schon früh bin ich auf den Beinen, denn bereits heute erwartet mich im wahrsten Sinne des Wortes ein Mammutprogramm.

Frühstück

Hallo Schweiz – da bin ich… es kann losgehen!

In Zürich gelandet, gönne ich mir erst einmal einen leckeren Kaffee und ein kurzes Frühstück. Hallo Schweiz, da bin ich, es kann losgehen!
Mir bleibt allerdings nicht viel Zeit, denn ich muss gleich weiter nach Pontresina dem Startort des T201, dem längsten und härtesten der vier Rennen – vermutlich mit das Härteste, was es derzeit in Europa überhaupt an Ein-Tages-Rennen gibt.

Allerdings werde ich dort nicht starten, nein für mich wird es an diesem Wochenende „nur die Sprintdistanz“ der T41 mit 48 Kilometern und ca. 3000 Höhenmetern D +/- sein. Mir stecken noch immer die 73,5 Kilometer vom Klingenpfadlauf am letzten Sonntag in den Beinen und schließlich geht es schon in 3 Wochen nach Frankreich zum Ultra Trail du Mont Blanc.
Also wird dieses hier eher ein „lockeres Vorbereitungsrennen mit viel Genuss“
– so zumindest der Plan.

Pontresina, mein erstes Ziel für heute

Pontresina, mein erstes Ziel für heute

Doch wo war ich gerade? Pontresina.
Richtig. Noch fast vier Stunden Bahnfahrt liegen jetzt vor mir.
In Pontresina werde ich meine Startunterlagen abholen und vor allem endlich die Crew von Mammut und die anderen eingeladenen Läufer persönlich kennen lernen.
Einige kenne ich schon von Facebook. Darunter echte Trail-Enthusiasten, wie zum Beispiel Florian aus Österreich, oder Mariann aus Ungarn.
International wird es. Auch ein Trailrunner aus Hong Kong und einer aus Großbritannien werden dabei sein.
Wahnsinn!
Die Vorfreude steigt immer mehr.

Der Himmel weint

Erste Sicht auf die Berge – aber der Himmel weint

Während ich im Zug sitze, fliegt die Landschaft nur so an mir vorbei.
Der Himmel weint.

Richtig schlechtes Wetter auf der ganzen Strecke. Und das soll auch noch einige Tage so bleiben. Mir tun bereits jetzt die Läufer auf den ganz langen Strecken leid.
Hoffentlich nicht wieder ein Rennabbruch, wie im letzten Jahr. Schließlich geht es bis auf über 3000 Meter. Der Wetterbericht sagt etwas von Neuschnee.

Na das kann ja heiter werden.

Angekommen in Pontresina

Pontresina, Startnummernausgabe und Startort des T201

Einige male muss ich noch umsteigen, dann komme ich endlich in Pontresina an. Absolut pünktlich. Auf die Schweizer Bahn ist verlass.
Bevor es zur Startnummernausgabe geht, will ich mich mit Mariann und Ben noch in einem Café treffen. Beide sind schon seit gestern da und waren heute schon in den Bergen unterwegs.
Klitschnass angekommen verstehen wir uns auf Anhieb und verquatschen uns direkt, so dass wir es gerade noch pünktlich ins Hotel Schweizerhof schaffen.

Dort erwartet uns bereits Claire von Mammut und kurz darauf gibt es erneut ein großes Hallo.
Wenig später trifft auch Beni Hug ein, mit dem wir uns heute noch über Ernährung und Renntaktik austauschen wollen. Beni ist nicht nur Trainer, Leistungsdiagnostiker, Gigathlet, Mountainman-Gewinner, Profi im Mammut Team und der spätere Gewinner des T41, sondern auch richtig sympathisch.

Die Mammut Truppe und Beni

Die Mammut Truppe und Beni

Schnell geraten wir mit unserer internationalen Truppe in einen regen Austausch.
Manches Neues wird vermittelt. Manches bestätigt, manches Wissen über den Haufen geworfen.
Extrem interessant und sehr lehrreich.
Und kurz darauf ist es dann fast ein bißchen wie Weihnachten und Geburtstag, denn wir erhalten unsere Laufbekleidung. Geiles Zeug!

Noch ein kurzer Umtrunk und dann geht es auch schon weiter zur Startnummernausgabe. Schnell erhalten wir alles, was wir noch brauchen. Vom Dropbag bis zum E-Tracker mit dem wir während des Rennens online zu Verfolgen sein werden.

Ein Blick auf die Uhr verrät uns, dass wir uns jetzt beeilen müssen, schließlich wollen wir heute noch weiter nach Davos.

Schnitzel Bängg

Schnitzel Bängg (???)

Das bedeutet: Mariann, Ben und ich sprinten mit Gepäck durch den Regen, um den Zug noch so eben zu erreichen, der uns in anderthalb Stunden zum Zielort aller Distanzen bringen wird.
Puh gerade noch mal gut gegangen. Was für eine Weltreise gleich am ersten Tag.
Ben verabschiedet sich direkt. Er wird morgen früh gleich als erster von uns auf die lange Reise gehen.
Checkin ins Hotel. Noch eine leckere Pasta beim Italiener, den ich bereits vom K78 im letzten Jahr kenne. Etwas über Schweizer Kultur gelernt (Was bitte ist denn ein Schnitzel Bängg??) und dann geht es ab ins Bett. Geiler erster Tag.

Freitag:
Tag 2 beginnt erst mal mit einem ausgiebigen Frühstück. Es regnet nicht mehr so stark, aber die Berge sind noch immer Wolken verhangen.
Vor einer Stunde ist der erste Start erfolgt und die Athleten des T201 sind auf der Strecke. Die Teilnehmer des T141 werden ihnen heute Abend folgen.

Auf dem Weg zum Strela Pass

Auf dem Weg zum Strela Pass

Zeit sich noch besser zu akklimatisieren und etwas Bergluft zu schnuppern.
Wir entscheiden uns den Tag sinnvoll zu nutzen und den letzten Teil der Strecke mit dem finalen Downhill vom Strela Pass hinunter nach Davos zu erkunden, allerdings in umgekehrter Richtung: bergauf.
Auch wenn man das unglaubliche Panorma auf Grund der vielen Wolken heute nur erahnen kann, die Berge haben hier eine ganz besondere Ausstrahlung.
Die frische Luft, die unglaubliche Ruhe und die wundervolle Natur geben eine immense Kraft. Das tut unglaublich gut.

Am Pass auf 2350 Metern Höhe angekommen, kehren wir ein und gönnen uns ein leichtes Mittagessen. Alle sind unglaublich nett hier und freuen sich auf das Event.
Schließlich wird die Strecke genau hier vorbei gehen und die Hütte am Strela Pass ist zugleich der letzte Checkpoint des Rennens.

Kurz vor der Markierung der letzten Kilometer

Kurz vor der Markierung der letzten Kilometer

Wenig später treffen auch einige Jungs vom Organisationskommittee ein, die jetzt den letzten Teil der Strecke markieren.
Schnell geraten wir in eine Plauderei über das Laufen und den Sport im Allgemeinen.
Alle sind unglaublich herzlich hier. Insgesamt sind über 300 Helfer im Einsatz – und das bei gerade 400 Startern in diesem Jahr!
Was für ein tolles Gefühl, ein Teil davon zu sein.

Freundliche Kühe

This cow doesn’t speak English… But I speak „mooish“…. Moooh!

Der Wirt der Hütte zeigt uns ein Regenradar, heute Abend wird es noch einmal „knüppeldick“ kommen und direkt muss ich wieder an die Läufer auf den ganz langen Distanzen denken.
Bitte nicht wieder ein Wetter-Fiasko in diesem Jahr.
Zeit für uns aufzubrechen, wenn wir noch einigermaßen trocken ins Tal kommen wollen.
Wir müssen uns ständig bremsen, nicht zu schnell ins Tal zu shreddern, schließlich brauchen wir unsere Power morgen noch. Dann können wir uns noch genug austoben. Ein paar freundliche Kühe helfen uns dabei 🙂

Im Ort angekommen, verabreden wir uns noch auf eine leckere Pizza. Man schmeckt hier die Nähe zu Italien. Carboloading ist immer eine gute Ausrede. Lecker.
Zurück im Hotel ein letzter Blick auf den Tracker, mit dem sich das Rennen online verfolgen lässt. Florian führt ziemlich überraschend und sensationell den T201 an.
Matthias Dippacher, der bereits beim Zugspitz Ultratrail in diesem Jahr richtig weit vorne gerockt hat, läuft einem ungefährdeten Start/Ziel-Sieg beim T141 entgegen.
Wieder ein toller Tag. Ab ins Bett. Morgen ist Race-Day!

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